ABGESAGT: 21. März 2020, Rathausmarkt

Wir befinden uns inmitten einer Welle rechten Terrors. Der Menschenhass zeigt sich in all seinen hässlichen Gesichtern. Der tödliche Hass auf den politischen Gegner traf im Juni 2019 den hessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Am jüdischen Feiertag Jom Kippur im Oktober 2019 versuchte ein Nazi feiernde Jüdinnen und Juden umzubringen. Er tötete zwei Passant*innen aus rassistischen Gründen und verletzte weitere Menschen, nachdem ihm der Zutritt zur Synagoge versperrt wurde. Im Februar ereignete sich in Hanau ein weiterer Anschlag, bei dem der Täter neun Menschen aus rassistischen Motiven und seine eigene Mutter aus Frauenhass umbrachte. Immer wieder werden weitere Netzwerke, Waffenlager, Todeslisten und Anschlagspläne aufgedeckt. In Internetforen werden Ziele und Anschlagspläne ausgetauscht. Hier vermischen sich antisemitische Verschwörungstheorien mit Rassismus und dem Hass auf Frauen und den politischen Gegner. Die Täter können sich sicher sein, dass sie für ihren Terror hier das richtige Publikum finden.

Der Staat will die Gefahr von Rechts immer noch nicht wahrhaben. Jeder Anschlag wird entpolitisiert und verharmlost. Nach Trauer- und Beileidsbekundungen der höchsten Repräsentant*innen der BRD werden die Opfer rechter Gewalt allein gelassen. Der Staat tut nichts, um den Nazis ihre Waffen wegzunehmen, die rassistischen Taten aufzuklären und die potenziellen Opfer zu schützen. Der deutsche Staat steht in einer rassistischen Tradition, in dem ein Inlandsgeheimdienst jahrelang die rechte Szene finanziert, wie in Thüringen – einem Inlandsgeheimdienst, der wichtige Akten schreddert oder 120 Jahre geheim hält, wie im Fall des NSU und der ein rechtes Netzwerk nicht erkennen will, wenn es ihm ins Gesicht springt. Das können wir nicht weiter akzeptieren! Parteien, die mit Faschisten zusammenarbeiten, die in deutschen Parlamenten nur Hass und Hetze verbreiten können uns nicht im Kampf gegen Ausgrenzung unterstützen. Genauso wenig wie staatliche Institutionen die nach außen propagieren, es gäbe Hass, Gewalt und Menschenverachtung nur an ihren „extremen“ Rändern? Als wären rassistische, antisemitische und frauenverachtende Positionen nicht mitten unter uns! Als träfe es immer nur die Anderen, als seien wir alle nicht verantwortlich!

Seit 1990 haben Rassisten 208 Menschen in Deutschland ermordet. Es darf keinen Weiteren geben!

Kommt mit uns auf die Straße, damit wir gemeinsam ein Zeichen setzen können gegen rechten Terror. Lasst uns unsere Solidarität den Menschen entgegenbringen, die im Visier der Nazis stehen und gemeinsam die rechten Strukturen zurückdrängen, die Hetzenden aus den Parlamenten verjagen und Rassismus und Frauenhass entschieden entgegentreten.

21. März, Internationaler Tag gegen Rassimus
12.00 Uhr
Rathausmarkt

Unterstützt u.a. von:
AgR Wilhemsburg
AStA Uni Hamburg
Bunte Hände
DGB Jugend
DIDF
Die Vielen

Frauen gegen die AfD
Hamburger Bündnis gegen Rechts

Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı

Interventionistische Linke Hamburg
Jusos Hamburg
OMAS GEGEN RECHTS Hamburg
Viertelzimmer


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Wir halten dich auf dem Laufenden! Check unsere Termine und komm vorbei.


Jeden 2. Dienstag, 19:00-21:00:                                  Aktiventreffen

Zum offenen Aktiventreffen sind alle interessierten Menschen eingeladen, die sich mit uns gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck engagieren wollen.

 

Jeden 2. Dienstag im Monat um 19:00 (für Neue um 18:50 Uhr)

 

Wo?

Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg

 


Für alle Treffen und Veranstaltungen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg gilt:

Als Veranstalter_innen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.