150 Menschen demonstrieren gegen die AfD im Hamburger Rathaus

Heute Abend demonstrierten etwa 150 Menschen gegen den Besuch des AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen im Hamburger Rathaus. Die meist älteren Herren, die sich unauffällig in den Eingang schlichen, wurden von den Protestierenden lautstark empfangen: "AfD - Rassistenpack, wir haben euch zum Kotzen satt" und "AfD - auf euch scheiß ich - ihr seid so '33".

Im Redebeitrag von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg
wurde die Partei scharf kritisiert: "Vertreter*innen der AfD hetzen gegen Geflüchtete und Homosexuelle, sie betreiben Geschichtsrevisionismus, indem sie das Gedenken an den Holocaust in Frage stellen, sie sprechen öffentlich über Schießbefehle an den EU-Außengrenzen, sie leugnen den Klimawandel, sie lehnen die Errungenschaften des Feminismus ab, sie wollen Arbeitnehmer*innen gegeneinander ausspielen und sie wünschen sich die deutsche Familie als 'Keimzelle der Nation'." Eine solche Partei hat weder etwas im Hamburger Rathaus noch im Deutschen Bundestag zu suchen!

Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch unserer Freund*innen von Goldeimer, die rassistisches Wahlkampfmaterial der AfD zu einer Sonderedition Klopapier weiterverarbeiten #hassistfürnarsch (www.scheißpapier.de)!

Vielen Dank an alle, die uns heute auf dem Rathausmarkt unterstützt haben. Lasst uns noch mehr werden! Lasst uns gemeinsam weiter dafür kämpfen, dass Rassismus und reaktionäre Hetze keine demokratische Meinung sind, sondern das hässliche Fundament für Faschismus und Krieg!

 

 

Gegen rassistische Hetze - Protest gegen Meuthen im Rathaus am 14. September um 18:00

Am 14.09. kommt Jörg Meuthen ins Rathaus, um auf Einladung der Hamburger AfD-Fraktion zum Thema "AfD in den Parlamenten" zu referieren. Der zweite Parteivorsitzende der AfD (neben Frauke Petry) und Fraktionsvorsitzende in Baden-Württemberg galt lange als eher gemäßigter Wirtschaftsliberaler in der Partei. Nachdem Rechtsaußen Björn Höcke im März von "dämlicher Bewältigungspolitik" gesprochen und eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert hatte, sprach sich Meuthen aber klar gegen einen Parteiausschluss Höckes aus.

Wer einer rassistischen, nationalistischen, anti-feministischen und islamfeindlichen Partei vorsitzt, hat im Hamburger Rathaus nichts zu suchen. Wir wollen deswegen deutlich machen: Stoppt rassistische Hetze, stoppt die schleichende Normalisierung von reaktionären und autoritären Positionen, stoppt die AfD!

 

 

PM: Demo am 9. September 2017 "Zeit für einen Aufschrei - Unsere Alternative heißt Solidarität!"

Für Samstag, den 09.09.2017, um 14:30 Uhr am Hachmannplatz rufen das Hamburger Bündnis gegen Rechts, die Kampagne Aufstehen gegen Rassismus Hamburg und die Konzertgruppe 5001 zu einer Demonstration gegen die Alternative für Deutschland (AfD) und für eine solidarische Gesellschaft auf. Auf der Zwischenkundgebung vor der AfD-Zentrale beim Domplatz und auf der Abschlusskundgebung werden u.A. Ibrahim Arslan (Opfer und Überlebender der rassistischen Brandanschläge in Mölln), der Flüchtlingsrat Hamburg und das Bündnis Never mind the Papers Redebeiträge halten. Künstler wie die Antilopen Gang, Fatoni und Eljot Quent werden auf der Abschlusskundgebung vor der Roten Flora auftreten. Unter dem Motto „Zeit für einen Aufschrei - Unsere Alternative heißt Solidarität“ wollen die Initiatoren ein deutliches Zeichen gegen rassistische und islamfeindliche Hetze, Nationalismus und reaktionäres Denken setzen und damit gegen den Einzug der AfD in den deutschen Bundestag protestieren.

„Die AfD steht für eine Politik, die Menschen nach ihrer Herkunft, nach ihrer Religion, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Identität bewertet“, sagt Leo Kollwitz von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg. „Mit angeblichen und inszenierten Tabubrüchen sorgt die Partei seit Monaten dafür, dass rechte und extrem rechte Ideen wieder gesellschaftsfähig werden. Das müssen wir stoppen!“ Die Initiatoren warnen in ihrem Aufruf, dass der Einzug der AfD in den Bundestag der Partei massive finanzielle und strukturelle Mittel einbringen und ihre menschenverachtenden Positionen erst recht als legitime demokratische Meinung erscheinen lassen würde. „Eine Partei, die Personen ‚entsorgen‘ will, Schießbefehle an den Außengrenzen fordert und Angehörige muslimischen Glaubens als potenzielle Terroristen bezeichnet, hat den Raum des demokratischen Meinungsspektrums längst verlassen. Eine solche Partei hat im Bundestag nichts zu suchen“, so Sandra Peters vom Hamburger Bündnis gegen Rechts.

Den Aufruf für die Demonstration haben bereits über 40 Gruppen, Künstler*innen und Einzelpersonen unterzeichnet – u.A. das Auschwitz Komitee, der FC St. Pauli, der Hamburger Flüchtlingsfonds oder der Verein Seawatch, der im Mittelmeer in Seenot geratene Flüchtlinge vor dem Ertrinken bewahrt. Mit der Abschlusskundgebung vor dem Stadtteilzentrum Rote Flora wollen die Veranstalter zudem ein Zeichen gegenüber der zunehmenden staatlichen Repression und Kriminalisierung linker und emanzipatorischer Politik setzen. Das Verbot von linksunten.indymedia etwa sei auch ein Schlag gegen alle Menschen, die sich gegen die extreme Rechte und ihr Parteiprojekt der AfD organisieren, so Kollwitz. Auch die Rote Flora bilde einen wichtigen Ort linker Subkultur und Politik, der einen wichtigen Beitrag für das Engagement gegen Rechts leiste. „Mit der Abschlusskundgebung und dem Konzert wollen wir zeigen, dass wir nicht nur die besseren Argumente haben, sondern auch die besseren Partys feiern, auf denen ein rücksichtsvolles und solidarisches Miteinander herrscht“, sagt Sandra Peters.

 

Weitere Informationen:
http://zeit-für-einen-aufschrei.de


 

 

Hamburger AfD versucht mit Fahndungsaufruf Protestierende einzuschüchtern - Bezirksvorsitzender empfiehlt Schusswaffengebrauch

Das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ (HBgR) protestiert seit Wochen zusammen mit anderen Gruppierungen gegen Infostände der rechtspopulistischen AfD im Wahlkampf, so auch letzten Samstag im Stadtteil Winterhude. Die Anmeldung unserer Spontanversammlung mit ca. 20 Personen erfolgte vor Ort nach dem Versammlungsgesetz bei der Polizei. Der Protest fand breite Unterstützung bei den PassantInnen, das Ladengeschäft vor dem die Nationalisten ihren Stand aufgebaut hatten, hängte sogar schnell eigens gefertigte Plakate gegen die AfD ins Schaufenster.
Die AfD, welche ihren Stand angesichts der Missbilligung vorzeitig abbaute, greift nun zu Mitteln der Einschüchterung von einzelnen Protestierenden. Auf Twitter ruft der Bezirksverband-Nord mit Porträtaufnahmen und dem Satz „Wer kann sachdienliche Hinweise geben?“ zur Denunziation auf. Wohlmerkt, es sind nicht sachdienliche Hinweise an die Polizei gemeint, denn diese hatte sowieso schon eine Personalien-Überprüfung der Protestierenden vorgenommen. Nein – die AfD „ermittelt“ und denunziert auf eigene Faust. Felix Krebs vom HBgR: „Vor dem Hintergrund der Gewaltphantasien hoher AfD-Funktionäre, z.B. in Mecklenburg-Vorpommern, kann dieser Aufruf sehr wohl als Bedrohung verstanden werden, als Aufruf mittels Faustrecht gegen Privatpersonen vorzugehen.“ Der Vorsitzende eben jenes Bezirksverbands Nord der AfD, Jens Eckleben, empfahl übrigens schon vor einem Jahr „großkalibrige Pistolen“ für die Auseinandersetzung mit Dritten, hier allerdings nicht AntifaschistInnen, sondern „Muselmanen“. Und auch auf den Facebookseiten des Hamburger Landesverbandes und des Spitzenkandidaten Dr. Bernd Baumman standen in den letzten Wochen und Monaten diverse Gewalt- und Mordaufrufe von AnhängerInnen der AfD, die wir schon am 15. August 2017 in einer Pressemitteilung dokumentiert hatten. (1) Das HBgR wird sich durch solche Versuche nicht einschüchtern lassen und weiterhin gegen die AfD und Rassismus protestieren.

 

 

Spontane Proteste gegen die AfD in den vergangenen Wochen +++ Am nächsten Samstag alle gemeinsam gegen Rassismus und die AfD auf die Straße!

An den vergangenen Wochenenden kam es wieder zu spontanen Protesten gegen Infostände der AfD. Unten zwei Berichte zu den Protesten. Vielen Dank an alle, die unseren Protest unterstützt haben und gegen die menschenverachtende AfD ihre Stimme erheben!

 

 

Kommt alle am kommenden Samstag den 9. September zur Demonstration gegen Rassismus und die AfD.

>>> 14:30 Uhr, Demo-Start Hachmannplatz (Hamburg) <<<

 

Wir wollen eine solidarische Gesellschaft aller Menschen, ohne Grenzen, ohne Konkurrenz und ohne Hetze. Kommt auf die Straße – unsere Alternative heißt Solidarität!

 #noafd #noafdhh #nonazishh #noja #agrhh

 

 

Spontaner Protest gegen Infostand der AfD in Winterhude

Mit ganzen neun Personen versuchte die AfD am gestrigen Samstag den wenigen Passant*innen an der Barmbeker Straße ihre schwarz-rot-goldenen Flyer aufzudrängen. Besonders ätzend äußerte sich lachend eine ältere Dame der AfD: Flüchtlinge solle man kasernieren oder auf ihrem Flug nach Deutschland "in der Toilette entsorgen". Auch am Infostand anwesend: Delphine Thiermann. Als stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Alternativen in Hamburg steht sie der Identitären Bewegung nah und macht sich schon mal Sorgen über eine "Entmannung der deutschen Sprache".

 

Bei über 20 gut gelaunten Aktivist*innen musste die AfD jedoch Widerspruch zu ihren antifeministischen und rassistischen Parolen akzeptieren. Viele Vorbeigehende nutzten die Möglichkeit, den gerade erhaltenen AfD-Flyer in unsere Müllsäcke zu entsorgen. Nachdem ein Anwohner den Protest aus dem Fenster beobachtet hatte, montierte er spontan ein Anti-AfD-Schild an seinen Kinderwagen und schloss sich den Protestierenden an. Und der Veräufer eines Ladengeschäfts machte mit selbstgemalten Plakaten unmissverständlich deutlich, was er von der AfD vor seinem Schaufenster hielt.

 

Nachdem einige Streifenwagen der Polizei eigetroffen waren, nutzte die AfD die Gelegenheit, sich mal wieder als Opfer zu inszenieren. So wurde u.A. eine Anzeige wegen einer frei erfundenen Körperverletzung erstattet. Leider zeigte sich die Polizei zum wiederholten Mal als willfähriger Helfer der AfD im Wahlkampf. Unter dem Vorwand, man sei Zeuge einer Straftat - nämlich einer unangemeldeten Versammlung - versuchte die Polizei die Personalien aller Protestierenden aufzunehmen und das rechtmäßige Verteilen von Flyern zu unterbinden. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz war der Protest erfolgreich: Gegen 12 Uhr gab die AfD entnervt auf und baute ihren Stand ab.

 

Spontaner Protest gegen Infostand der AfD in NiendorF

 

Mit einem Infostand vor dem Tibarg-Center in der Niendorfer Fußgängerpassage versuchte die AfD am gestrigen Samstag ihre rassistischen und reaktionären Positionen zu verbreiten. Prominentes Mitglied der aussschließlich männlichen Riege war Dr. Alexander Wolf. Wolf sitzt als Abgeordneter und parlamentarischer Geschäftsführer für die AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft. Er ist Mitglied der extrem rechten Burschenschaft Danubia und hat sich in der Vergangenheit bereits für die vom Verfassungsschutz als "rechtsextrem" eingestufte Partei "Die Republikaner" engagiert.

 

Die Parolen der AfD blieben in Niendorf nicht unwidersprochen. Die etwa 20 anwesenden Antifaschist*innen markierten den Stand mit Flatterband, Transparenten und bemalten Regenschirmen. Sie verteilten Flyer, um über die AfD zu informieren, und führten zahlreiche Gespräche mit der Niendorfer Bevölkerung. Gerührt hat uns etwa die 91-jährige Dame aus Ostfriesland, die von ihren Kindheitserfahrungen erzählte und unseren Protest gegen die AfD sehr begrüßte.

 

Leider versuchte die Polizei den legitimen Widerspruch gegen die antidemokratische Partei durch Personalkontrollen und sogar Anzeigen zu kriminalisieren. Wir sagen: Antifaschistischer Protest ist nicht kriminell, sondern notwendig! Wer die AfD als normale Partei verharmlost, verharmlost ihre menschenfeindliche Propaganda und nimmt damit in Kauf, dass sich der gesellschaftliche Diskurs noch weiter nach rechts verschiebt. Auch in den nächsten Wochen werden wir deshalb weiter das kritische Gespräch suchen.

 

 

 

Hunderte Menschen protestieren gegen Wahlkampfauftakt-Veranstaltung der AfD mit Alexander Gauland in Heimfeld

Hunderte Menschen waren am gestrigen Sonntagnachmittag in Hamburg-Heimfeld unterwegs, um ihre Ablehnung gegen die AfD zum Ausdruck zu bringen. In Sichtweite zum Eingang der Friedrich-Ebert-Halle, in der die AfD ihren Wahlkampfauftakt begehen konnte, fand die antifaschistische Gegenkundgebung statt. Mit lauter Musik und verschiedenen Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, warum die AfD keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung ist und ihre rechte Hetze brandgefährlich ist (unser Redebeitrag hier). Auch jenseits der Kundgebung konnte sich spontaner Protest an den Zugangswegen zur Veranstaltung artikulieren. Besonders erfreulich war, dass sich zahlreiche Anwohner_innen und Passant_innen spontan am Protest beteiligten.

 

Trotz eines offenen Briefes des Hamburger Bündnis gegen Rechts ließen die Betreiber_innen der Friedrich-Ebert-Halle die AfD ihre Veranstaltung durchführen.

 

Geschützt wurde die Veranstaltung nicht nur durch polizeiliche Absperrungen, sondern auch durch eine offensichtlich eigens engagierte Security-Firma, die den unmittelbaren Saalschutz übernahm.

 

Zur Veranstaltung kamen einige hundert AfD-Anhänger_innen aus Hamburg und dem südlichen Umland. Laut Augenzeugen waren neben dem überwiegend älteren Publikum auch Mitglieder der extrem rechten Identitären Bewegung Hamburg anwesend. Die vermeintlichen Distanzierungen der AfD zu den Identitären sind seit längerem vor allem Augenwischerei für die Presse (zum Verhältnis der AfD und Identitären). Inhaltlich werden sich die Identitären von Gaulands Rede nur bestätigt fühlen, der laut NDR 90,3 Geflüchtete als Invasion bezeichnet habe, "die mit einer fremden Besatzung vergleichbar ist". Mit der gleichen Rhetorik rechtfertigen Identitäre, dass sie aktuell mit einem Schiff im Mittelmeer versuchen Rettungsaktionen verschiedenster Hilfsorganisationen wie beispielsweise Sea-Watch oder Ärzte ohne Grenzen zu behindern und damit Menschenleben in Gefahr bringen. Glücklicherweise bis jetzt ohne größeren Erfolg.

 

Wir bedanken uns bei allen, die den Protest gegen die AfD möglich gemacht haben und da waren. Dies war nur der Auftakt. Seit dieser Woche werden nun die ersten Plakate aufgehängt. Die heiße Wahlkampfphase hat damit begonnen. Lasst uns in den nächsten Wochen noch aktiver werden! Informiert eure Freund_innen, checkt unsere Seiten, holt euch unsere Aktionsbeutel und Informationsflyer, vernetzt euch und werdet aktiv!

 

Gemeinsam gegen den Einzug der AfD in den Bundestag!

[Kurzbericht] Spontaner Protest gegen Infostand der AfD in Finkenwerder

Mit über 50 Minuten Verspätung begann die AfD am heutigen Samstag den 12. August 2017 ihren Wahlwerbestand in unmittelbarer Nähe des Finkenwerder Wochenmarkts. Bis zum verspäteten Eintreffen der AfD um kurz vor 11 Uhr waren bereits viele Flyer von Aufstehen gegen Rassismus auf dem Wochenmarkt verteilt worden. Trotz strömenden Regen bauten die zwischenzeitlich bis zu neun AfD-Anhänger_innen zwei Infostände auf und versuchten vorbeigehende Passant_innen und Wochenmarktbesucher_innen mit ihrer rechte Hetze zu belästigen. Ausgerüstet mit blauen Säcken und Flyern gelang es Aktivist_innen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg mit vielen Passant_innen und Wochenmarktbesucher_innen ins Gespräch zu kommen und vereinzelt die rassistische Hetze in Form von AfD-Wahlwerbung fachgerecht zu entsorgen. Aufgrund des anhaltenden Regens und unserer kritischen Begleitung kam die AfD nur mit wenigen Passant_innen ins Gespräch und konnte nur einige Dutzend Flyer verteilen. Die Außenwirkung dieses Wahlwerbestand blieb somit erfreulicherweise sehr gering. Bereits gegen 12 Uhr packten die AfD-Anhänger_innen ihren Infostand wieder ein und verschwanden

Noch 7 Wochen bis zur Bundestagswahl: Zeit zu handeln!

Bis zur Bundestagswahl im September sind es nur noch wenige Wochen. Nachdem wir die letzte Zeit dazu genutzt haben unsere bisherigen Aktionen auszuwerten, melden wir uns nun wieder mit neuen Ideen und großer Motivation Rassismus im Wahlkampf entgegen zu treten. Unsere vielfältigen Aktivitäten in Hamburg aber auch im gesamten Bundesgebiet als Bündnis Aufstehen gegen Rassismus haben erste Wirkungen erzielt. Die Vertreter_innen der AfD sind von dem gesellschaftlichen Gegenwind der Kampagne und anderer Initiaitven sichtlich genervt, wie verschiedenen Pressemitteilungen zu entnehmen ist. Rassismus und rechte Hetze sind weiterhin keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung und keine legitime Meinung im demokratischen Diskurs. Unsere Alternative heißt Solidarität!

 

 

 

Helft mit unsere Kampagne bekannter zu machen:

 

>>> Teilt, liked und followed unsere verschiedenen Seiten:
agr-hamburg.org
twitter.com/@agrhamburg
www.facebook.com/AgRHamburg/

 

>>> Unterstützt unseren Aufruf "Zeit zu handeln"

 

>>> Kommt zu unseren Stammtischkämpfer_innen-Ausbildungen und Aktiventreffen. Dort gibt es auch neue Flyer und Aktionsbeutel.

 

>>> Werdet selbst aktiv in eurem Stadtteil, eurer Schule oder wo auch immer euch Rassismus und rechte Hetze begegnen. Seid kreativ und bezieht Position! Es ist Zeit zu handeln!

 

>>> Und kommt zur Demonstration Zeit für einen Aufschrei am 9. September. Zusammen mit dem Hamburger Bündnis gegen Rechts und der Konzertgruppe5001 gehen wir gegen Rassismus und rechte Hetze auf die Straße. Dabei unterstützen uns verschiedene Bands und Künstler_innen:
- Antilopen Gang
- Fatoni
- ELJOT QUENT
- Docnest
- Hosain & Elsam 0093
- Rana Esculenta
- G31

 

 

Für alle Treffen und Veranstaltungen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg gilt:

Als Veranstalter_innen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Presseerklärung: Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD +++ Aufstehen gegen Rassismus stellt sich vor

Über 50 Organisationen und Einzelpersonen sowie die Kampagne Aufstehen gegen Rassismus (AgR) haben heute eine Erklärung vorgestellt: „Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD“

Dazu Leo Kollwitz von der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus: „Gerade jetzt im Vorfeld der Bundestagswahl ist es wichtig, klar Position gegen Rassismus und rechte Hetze zu beziehen.“ Vertreter_innen der AfD würden gezielt Vorurteile schüren und Stimmung gegen Geflüchtete machen. „Mit inszenierten Tabubrüchen sorgen AfD und Co dafür, dass extrem rechte Ideen in unserer Gesellschaft wieder salonfähig werden.“ In dem heute vorgestellten Aufruf heißt es: „Ein möglicher Einzug in den Bundestag würde der AfD nicht nur ein weiteres Forum für ihre menschenverachtenden Positionen bieten, sondern diese auch als legitime demokratische Meinung erscheinen lassen.“ Schon jetzt führe rechte Hetze zu einer Zunahme an Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen.

 

Dies will die Kampagne nicht länger hinnehmen. „Wir wollen deutlich machen: Rassismus und rechte Hetze sind keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung und keine legitime Meinung im demokratischen Diskurs. Unsere Alternative heißt Solidarität.“ Der Slogan „Zeit zu handeln“ ist dabei durchaus ernst gemeint. Aufstehen gegen Rassismus versteht sich als Mitmach-Kampagne und möchte mit kreativen Aktionen eine breite gesellschaftlichen Bewegung gegen die AfD und gegen rechtes Denken und Handeln fördern und unterstützen.

 

„Mit unserem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen und mit offenen Treffen wollen wir Menschen ermutigen, selbst aktiv zu werden – sei es in der Kneipe, am Arbeitsplatz oder überall sonst, wo Menschen zusammenkommen“, erklärt Alex Black, die selbst durch die offenen Treffen zur Kampagne kam. Durch die sogenannte Stammtisch-Kämpfer_innen-Ausbildung können Menschen lernen, in ihrem Alltag selbstbewusst gegen rassistischen Vorurteilen zu argumentieren.

Im Rahmen des Wahlkampfes sei damit zu rechnen, dass die AfD hier in Hamburg verstärkt mit Infotischen an die Öffentlichkeit treten wird. Mittels spezieller Aktionsbeutel soll spontaner Protest möglich sein. „Neben Trillerpfeife und Kreide ist auch ein Blauer Sack dabei“, so Alex Black. „Damit können Werbematerialien der AfD fachgerecht entsorgt werden – bestenfalls im Tausch mit einem unserer Informationsflyer.“

 

Cornelia Kerth ergänzt: „Alice Weidel hat unlängst auf dem Bundesparteitag der AfD gesagt, die politische Korrektheit gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. Wir sagen dazu: Das einzige was hier auf den Müllhaufen gehört, ist die menschenverachtende Propaganda der AfD!“

 

Aufstehen gegen Rassismus Hamburg, 15. Juni 2017

Bilder können unter Angabe der Urheber (Aufstehen gegen Rassismus Hamburg) verwendet werden. Verwendung der Bilder Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Creative Commons-Lizenz.

Spontane Proteste gegen die AfD in den vergangenen Wochen +++ Am nächsten Samstag alle gemeinsam gegen Rassismus und die AfD auf die Straße!

An den vergangenen Wochenenden kam es wieder zu spontanen Protesten gegen Infostände der AfD. Unten zwei Berichte zu den Protesten. Vielen Dank an alle, die unseren Protest unterstützt haben und gegen die menschenverachtende AfD ihre Stimme erheben!

 

 

Kommt alle am kommenden Samstag den 9. September zur Demonstration gegen Rassismus und die AfD.

>>> 14:30 Uhr, Demo-Start Hachmannplatz (Hamburg) <<<

 

Wir wollen eine solidarische Gesellschaft aller Menschen, ohne Grenzen, ohne Konkurrenz und ohne Hetze. Kommt auf die Straße – unsere Alternative heißt Solidarität!

 #noafd #noafdhh #nonazishh #noja #agrhh

 

 

Spontaner Protest gegen Infostand der AfD in Winterhude

Mit ganzen neun Personen versuchte die AfD am gestrigen Samstag den wenigen Passant*innen an der Barmbeker Straße ihre schwarz-rot-goldenen Flyer aufzudrängen. Besonders ätzend äußerte sich lachend eine ältere Dame der AfD: Flüchtlinge solle man kasernieren oder auf ihrem Flug nach Deutschland "in der Toilette entsorgen". Auch am Infostand anwesend: Delphine Thiermann. Als stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Alternativen in Hamburg steht sie der Identitären Bewegung nah und macht sich schon mal Sorgen über eine "Entmannung der deutschen Sprache".

 

Bei über 20 gut gelaunten Aktivist*innen musste die AfD jedoch Widerspruch zu ihren antifeministischen und rassistischen Parolen akzeptieren. Viele Vorbeigehende nutzten die Möglichkeit, den gerade erhaltenen AfD-Flyer in unsere Müllsäcke zu entsorgen. Nachdem ein Anwohner den Protest aus dem Fenster beobachtet hatte, montierte er spontan ein Anti-AfD-Schild an seinen Kinderwagen und schloss sich den Protestierenden an. Und der Veräufer eines Ladengeschäfts machte mit selbstgemalten Plakaten unmissverständlich deutlich, was er von der AfD vor seinem Schaufenster hielt.

 

Nachdem einige Streifenwagen der Polizei eigetroffen waren, nutzte die AfD die Gelegenheit, sich mal wieder als Opfer zu inszenieren. So wurde u.A. eine Anzeige wegen einer frei erfundenen Körperverletzung erstattet. Leider zeigte sich die Polizei zum wiederholten Mal als willfähriger Helfer der AfD im Wahlkampf. Unter dem Vorwand, man sei Zeuge einer Straftat - nämlich einer unangemeldeten Versammlung - versuchte die Polizei die Personalien aller Protestierenden aufzunehmen und das rechtmäßige Verteilen von Flyern zu unterbinden. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz war der Protest erfolgreich: Gegen 12 Uhr gab die AfD entnervt auf und baute ihren Stand ab.

 

Spontaner Protest gegen Infostand der AfD in NiendorF

 

Mit einem Infostand vor dem Tibarg-Center in der Niendorfer Fußgängerpassage versuchte die AfD am gestrigen Samstag ihre rassistischen und reaktionären Positionen zu verbreiten. Prominentes Mitglied der aussschließlich männlichen Riege war Dr. Alexander Wolf. Wolf sitzt als Abgeordneter und parlamentarischer Geschäftsführer für die AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft. Er ist Mitglied der extrem rechten Burschenschaft Danubia und hat sich in der Vergangenheit bereits für die vom Verfassungsschutz als "rechtsextrem" eingestufte Partei "Die Republikaner" engagiert.

 

Die Parolen der AfD blieben in Niendorf nicht unwidersprochen. Die etwa 20 anwesenden Antifaschist*innen markierten den Stand mit Flatterband, Transparenten und bemalten Regenschirmen. Sie verteilten Flyer, um über die AfD zu informieren, und führten zahlreiche Gespräche mit der Niendorfer Bevölkerung. Gerührt hat uns etwa die 91-jährige Dame aus Ostfriesland, die von ihren Kindheitserfahrungen erzählte und unseren Protest gegen die AfD sehr begrüßte.

 

Leider versuchte die Polizei den legitimen Widerspruch gegen die antidemokratische Partei durch Personalkontrollen und sogar Anzeigen zu kriminalisieren. Wir sagen: Antifaschistischer Protest ist nicht kriminell, sondern notwendig! Wer die AfD als normale Partei verharmlost, verharmlost ihre menschenfeindliche Propaganda und nimmt damit in Kauf, dass sich der gesellschaftliche Diskurs noch weiter nach rechts verschiebt. Auch in den nächsten Wochen werden wir deshalb weiter das kritische Gespräch suchen.

 

 

 

Hunderte Menschen protestieren gegen Wahlkampfauftakt-Veranstaltung der AfD mit Alexander Gauland in Heimfeld

Hunderte Menschen waren am gestrigen Sonntagnachmittag in Hamburg-Heimfeld unterwegs, um ihre Ablehnung gegen die AfD zum Ausdruck zu bringen. In Sichtweite zum Eingang der Friedrich-Ebert-Halle, in der die AfD ihren Wahlkampfauftakt begehen konnte, fand die antifaschistische Gegenkundgebung statt. Mit lauter Musik und verschiedenen Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, warum die AfD keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung ist und ihre rechte Hetze brandgefährlich ist (unser Redebeitrag hier). Auch jenseits der Kundgebung konnte sich spontaner Protest an den Zugangswegen zur Veranstaltung artikulieren. Besonders erfreulich war, dass sich zahlreiche Anwohner_innen und Passant_innen spontan am Protest beteiligten.

 

Trotz eines offenen Briefes des Hamburger Bündnis gegen Rechts ließen die Betreiber_innen der Friedrich-Ebert-Halle die AfD ihre Veranstaltung durchführen.

 

Geschützt wurde die Veranstaltung nicht nur durch polizeiliche Absperrungen, sondern auch durch eine offensichtlich eigens engagierte Security-Firma, die den unmittelbaren Saalschutz übernahm.

 

Zur Veranstaltung kamen einige hundert AfD-Anhänger_innen aus Hamburg und dem südlichen Umland. Laut Augenzeugen waren neben dem überwiegend älteren Publikum auch Mitglieder der extrem rechten Identitären Bewegung Hamburg anwesend. Die vermeintlichen Distanzierungen der AfD zu den Identitären sind seit längerem vor allem Augenwischerei für die Presse (zum Verhältnis der AfD und Identitären). Inhaltlich werden sich die Identitären von Gaulands Rede nur bestätigt fühlen, der laut NDR 90,3 Geflüchtete als Invasion bezeichnet habe, "die mit einer fremden Besatzung vergleichbar ist". Mit der gleichen Rhetorik rechtfertigen Identitäre, dass sie aktuell mit einem Schiff im Mittelmeer versuchen Rettungsaktionen verschiedenster Hilfsorganisationen wie beispielsweise Sea-Watch oder Ärzte ohne Grenzen zu behindern und damit Menschenleben in Gefahr bringen. Glücklicherweise bis jetzt ohne größeren Erfolg.

 

Wir bedanken uns bei allen, die den Protest gegen die AfD möglich gemacht haben und da waren. Dies war nur der Auftakt. Seit dieser Woche werden nun die ersten Plakate aufgehängt. Die heiße Wahlkampfphase hat damit begonnen. Lasst uns in den nächsten Wochen noch aktiver werden! Informiert eure Freund_innen, checkt unsere Seiten, holt euch unsere Aktionsbeutel und Informationsflyer, vernetzt euch und werdet aktiv!

 

Gemeinsam gegen den Einzug der AfD in den Bundestag!

[Kurzbericht] Spontaner Protest gegen Infostand der AfD in Finkenwerder

Mit über 50 Minuten Verspätung begann die AfD am heutigen Samstag den 12. August 2017 ihren Wahlwerbestand in unmittelbarer Nähe des Finkenwerder Wochenmarkts. Bis zum verspäteten Eintreffen der AfD um kurz vor 11 Uhr waren bereits viele Flyer von Aufstehen gegen Rassismus auf dem Wochenmarkt verteilt worden. Trotz strömenden Regen bauten die zwischenzeitlich bis zu neun AfD-Anhänger_innen zwei Infostände auf und versuchten vorbeigehende Passant_innen und Wochenmarktbesucher_innen mit ihrer rechte Hetze zu belästigen. Ausgerüstet mit blauen Säcken und Flyern gelang es Aktivist_innen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg mit vielen Passant_innen und Wochenmarktbesucher_innen ins Gespräch zu kommen und vereinzelt die rassistische Hetze in Form von AfD-Wahlwerbung fachgerecht zu entsorgen. Aufgrund des anhaltenden Regens und unserer kritischen Begleitung kam die AfD nur mit wenigen Passant_innen ins Gespräch und konnte nur einige Dutzend Flyer verteilen. Die Außenwirkung dieses Wahlwerbestand blieb somit erfreulicherweise sehr gering. Bereits gegen 12 Uhr packten die AfD-Anhänger_innen ihren Infostand wieder ein und verschwanden

Noch 7 Wochen bis zur Bundestagswahl: Zeit zu handeln!

Bis zur Bundestagswahl im September sind es nur noch wenige Wochen. Nachdem wir die letzte Zeit dazu genutzt haben unsere bisherigen Aktionen auszuwerten, melden wir uns nun wieder mit neuen Ideen und großer Motivation Rassismus im Wahlkampf entgegen zu treten. Unsere vielfältigen Aktivitäten in Hamburg aber auch im gesamten Bundesgebiet als Bündnis Aufstehen gegen Rassismus haben erste Wirkungen erzielt. Die Vertreter_innen der AfD sind von dem gesellschaftlichen Gegenwind der Kampagne und anderer Initiaitven sichtlich genervt, wie verschiedenen Pressemitteilungen zu entnehmen ist. Rassismus und rechte Hetze sind weiterhin keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung und keine legitime Meinung im demokratischen Diskurs. Unsere Alternative heißt Solidarität!

 

 

 

Helft mit unsere Kampagne bekannter zu machen:

 

>>> Teilt, liked und followed unsere verschiedenen Seiten:
agr-hamburg.org
twitter.com/@agrhamburg
www.facebook.com/AgRHamburg/

 

>>> Unterstützt unseren Aufruf "Zeit zu handeln"

 

>>> Kommt zu unseren Stammtischkämpfer_innen-Ausbildungen und Aktiventreffen. Dort gibt es auch neue Flyer und Aktionsbeutel.

 

>>> Werdet selbst aktiv in eurem Stadtteil, eurer Schule oder wo auch immer euch Rassismus und rechte Hetze begegnen. Seid kreativ und bezieht Position! Es ist Zeit zu handeln!

 

>>> Und kommt zur Demonstration Zeit für einen Aufschrei am 9. September. Zusammen mit dem Hamburger Bündnis gegen Rechts und der Konzertgruppe5001 gehen wir gegen Rassismus und rechte Hetze auf die Straße. Dabei unterstützen uns verschiedene Bands und Künstler_innen:
- Antilopen Gang
- Fatoni
- ELJOT QUENT
- Docnest
- Hosain & Elsam 0093
- Rana Esculenta
- G31

 

 

Für alle Treffen und Veranstaltungen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg gilt:

Als Veranstalter_innen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Presseerklärung: Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD +++ Aufstehen gegen Rassismus stellt sich vor

Über 50 Organisationen und Einzelpersonen sowie die Kampagne Aufstehen gegen Rassismus (AgR) haben heute eine Erklärung vorgestellt: „Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD“

Dazu Leo Kollwitz von der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus: „Gerade jetzt im Vorfeld der Bundestagswahl ist es wichtig, klar Position gegen Rassismus und rechte Hetze zu beziehen.“ Vertreter_innen der AfD würden gezielt Vorurteile schüren und Stimmung gegen Geflüchtete machen. „Mit inszenierten Tabubrüchen sorgen AfD und Co dafür, dass extrem rechte Ideen in unserer Gesellschaft wieder salonfähig werden.“ In dem heute vorgestellten Aufruf heißt es: „Ein möglicher Einzug in den Bundestag würde der AfD nicht nur ein weiteres Forum für ihre menschenverachtenden Positionen bieten, sondern diese auch als legitime demokratische Meinung erscheinen lassen.“ Schon jetzt führe rechte Hetze zu einer Zunahme an Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen.

 

Dies will die Kampagne nicht länger hinnehmen. „Wir wollen deutlich machen: Rassismus und rechte Hetze sind keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung und keine legitime Meinung im demokratischen Diskurs. Unsere Alternative heißt Solidarität.“ Der Slogan „Zeit zu handeln“ ist dabei durchaus ernst gemeint. Aufstehen gegen Rassismus versteht sich als Mitmach-Kampagne und möchte mit kreativen Aktionen eine breite gesellschaftlichen Bewegung gegen die AfD und gegen rechtes Denken und Handeln fördern und unterstützen.

 

„Mit unserem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen und mit offenen Treffen wollen wir Menschen ermutigen, selbst aktiv zu werden – sei es in der Kneipe, am Arbeitsplatz oder überall sonst, wo Menschen zusammenkommen“, erklärt Alex Black, die selbst durch die offenen Treffen zur Kampagne kam. Durch die sogenannte Stammtisch-Kämpfer_innen-Ausbildung können Menschen lernen, in ihrem Alltag selbstbewusst gegen rassistischen Vorurteilen zu argumentieren.

Im Rahmen des Wahlkampfes sei damit zu rechnen, dass die AfD hier in Hamburg verstärkt mit Infotischen an die Öffentlichkeit treten wird. Mittels spezieller Aktionsbeutel soll spontaner Protest möglich sein. „Neben Trillerpfeife und Kreide ist auch ein Blauer Sack dabei“, so Alex Black. „Damit können Werbematerialien der AfD fachgerecht entsorgt werden – bestenfalls im Tausch mit einem unserer Informationsflyer.“

 

Cornelia Kerth ergänzt: „Alice Weidel hat unlängst auf dem Bundesparteitag der AfD gesagt, die politische Korrektheit gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. Wir sagen dazu: Das einzige was hier auf den Müllhaufen gehört, ist die menschenverachtende Propaganda der AfD!“

 

Aufstehen gegen Rassismus Hamburg, 15. Juni 2017

Bilder können unter Angabe der Urheber (Aufstehen gegen Rassismus Hamburg) verwendet werden. Verwendung der Bilder Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Creative Commons-Lizenz.

Auch nach der Bundestagswahl: Weiter gemeinsam gegen Rassismus und die AfD!

Mit dem AfD Wahlergebnis von 12,6% werden nun 94 Nazis und Rassist*innen Bundestagsabgeordnete. Obwohl es absehbar war, sind wir schockiert, dass nun erstmals wieder eine organisierte Gruppe Neonazis im Bundestag sitzt. Das ist eine herbe Niederlage für uns alle, die wir gegen die rassistischen, frauenfeindlichen und undemokratischen Positionen der AfD argumentiert, Flyer verteilt, Proteste organisiert, Veranstaltungen blockiert und Wahlkampfstände begleitet haben.

Dennoch war unsere Arbeit wichtig:
In vielen Orten sind neue Strukturen und Bündnisse der Solidarität entstanden – Menschen sind im Angesicht der rechten Hetze zusammen gerückt und sind Rassismus, Antifeminismus und Hass gemeinsam und entschlossen entgegen getreten. Eine Million Flugblätter, hunderttausende Aufkleber und Plakate von Aufstehen gegen Rassismus wurden in den letzten Monaten und Wochen in der ganzen Bundesrepublik verteilt und verklebt. Im Schnitt jeden Tag fand irgendwo ein Stammtischkämpfer*innen-Seminar statt. Jede*r dieser tausenden Stammtischkämpfer*innen wird noch lange über diese Wahl hinaus Mut und Schlagfertigkeit gegen Rassismus beweisen und Menschen motivieren, es ihm*ihr gleich zu tun. Wir haben eine breite bundesweite Bewegung gegen die AfD mit aufgebaut, die sich ihr auch in Zukunft konsequent entgegenstellen wird. Darauf können wir alle stolz sein!

Wir machen weiter! Jetzt erst recht!
Nun sind wir mit einer beängstigenden Situation konfrontiert: Das erste Mal sitzt wieder eine größere Gruppe von organisierten extrem Rechten im Bundestag. Wir werden also die nächsten Jahre alles daran setzen, dass die AfD den Bundestag wieder verlässt und ihre politische Bedeutung einbüßt! Wir werden nicht zulassen, dass die AfD und ihr Rassismus zur Normalität werden. Der zukünftige Fraktionsvorsitzende Gauland will Menschen aufgrund von Religion und Herkunft „entsorgen“ und verherrlicht die Verbrechen der Wehrmacht. Die AfD entwickelt sich kontinuierlich weiter nach rechts: die Abspaltung des Lucke-Flügels kennzeichnete den ersten großen Rechtsruck in der AfD. Zuvor gehörte Petry noch zum rechten Teil der AfD, inzwischen hat sich der Petry-Flügel durch die Abgrenzung vom noch rechteren Höcke-Flügel innerparteilich isoliert. In der neuen Bundestagsfraktion stellt der Nazi-Flügel die stärkste organisierte Strömung und Petry plant ihre Abspaltung. Auf dem Bundesparteitag in Hannover Anfang Dezember ist eine weitere Stärkung Höckes und seiner Unterstützer*innen wahrscheinlich.

Wir ziehen die Rote Linie: Keine Zusammenarbeit mit der AfD!
Mit der AfD darf es keine Zusammenarbeit geben. Weder in den Parlamenten, noch im öffentlichen Raum, müssen wir Verständnis für Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Nazi-Positionen aufbringen. Im Gegenteil müssen wir das, was wir an gesellschaftlichem Zusammenhalt, demokratischer Mitbestimmung und sozialstaatlichen Errungenschaften noch haben, vor denen beschützen, die es uns nehmen wollen. Und das geht nur durch konsequente Ausgrenzung der AfD. Nazis und Rassisten dürfen nicht zur Normalität werden. Die Demokratie zu verteidigen bedeutet jetzt Rassismus und Nazi-Positionen konsequent zu widersprechen und sich auf keine Zusammenarbeit mit der AfD einzulassen. Darum starten wir eine Petition an die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, Grünen,  FDP und LINKE und fordern: Keine Zusammenarbeit mit der AfD im Bundestag!

Wir fordern weiterhin: Bundestag Nazifrei!
Mit über 35 AgR-Gruppen in der ganzen Bundesrepublik wollen wir den Widerstand gegen die AfD weiter aufbauen: Wir werden neue Gruppen gründen, mehr Stammtischkämpfer*innen ausbilden und neue Aktivenkonferenzen organisieren. Wir werden weiter protestieren, Flugblätter verteilen und Aufklärungsarbeit gegen die AfD machen. Wir werden die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter*innen genau im Auge behalten: Wir werden weiterhin über ihre rassistischen, geschichtsrevisionistischen und menschenverachtenden Positionen aufklären und über ihre Überschneidungen mit der Neo-Nazi-Szene berichten.

Wenn auch du aktiv werden willst, komm zu unseren Aktiventreffen



Für alle Treffen und Veranstaltungen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg gilt:
Als Veranstalter_innen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Here we are: Aufstehen gegen Rassismus Hamburg!

Im Sommer 2016 hat sich Aufstehen gegen Rassismus als ein bundesweites Bündnis aus verschiedenen Organisationen, Parteien und Verbänden gegründet. Auf Initiative des Hamburger Bündnis gegen Rechts gründete sich im Herbst 2016 Aufstehen gegen Rassismus Hamburg als lokale Kampagne gegen Rassismus und die Alternative für Deutschland (AfD).

 

Wir wollen einen Beitrag zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung gegen die AfD, rechtes Denken und die rassistischen Verhältnisse zu leisten. Wir wollen Menschen ermutigen und darin unterstützen, selbst gegen dieses menschenverachtende Denken und Handeln aktiv zu werden - sowohl am "Stammtisch“ als auch überall dort, wo Menschen zusammenkommen.

Werde auch du aktiv und mach mit!

 

Näheres zu unserer Kampagne findest du demnächst auf unserer Seite. Bis dahin gibt es noch spannende und wichtige Veranstaltungen.