Hunderte Menschen protestieren gegen Wahlkampfauftakt-Veranstaltung der AfD mit Alexander Gauland in Heimfeld

Hunderte Menschen waren am gestrigen Sonntagnachmittag in Hamburg-Heimfeld unterwegs, um ihre Ablehnung gegen die AfD zum Ausdruck zu bringen. In Sichtweite zum Eingang der Friedrich-Ebert-Halle, in der die AfD ihren Wahlkampfauftakt begehen konnte, fand die antifaschistische Gegenkundgebung statt. Mit lauter Musik und verschiedenen Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, warum die AfD keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung ist und ihre rechte Hetze brandgefährlich ist (unser Redebeitrag hier). Auch jenseits der Kundgebung konnte sich spontaner Protest an den Zugangswegen zur Veranstaltung artikulieren. Besonders erfreulich war, dass sich zahlreiche Anwohner_innen und Passant_innen spontan am Protest beteiligten.

 

Trotz eines offenen Briefes des Hamburger Bündnis gegen Rechts ließen die Betreiber_innen der Friedrich-Ebert-Halle die AfD ihre Veranstaltung durchführen.

 

Geschützt wurde die Veranstaltung nicht nur durch polizeiliche Absperrungen, sondern auch durch eine offensichtlich eigens engagierte Security-Firma, die den unmittelbaren Saalschutz übernahm.

 

Zur Veranstaltung kamen einige hundert AfD-Anhänger_innen aus Hamburg und dem südlichen Umland. Laut Augenzeugen waren neben dem überwiegend älteren Publikum auch Mitglieder der extrem rechten Identitären Bewegung Hamburg anwesend. Die vermeintlichen Distanzierungen der AfD zu den Identitären sind seit längerem vor allem Augenwischerei für die Presse (zum Verhältnis der AfD und Identitären). Inhaltlich werden sich die Identitären von Gaulands Rede nur bestätigt fühlen, der laut NDR 90,3 Geflüchtete als Invasion bezeichnet habe, "die mit einer fremden Besatzung vergleichbar ist". Mit der gleichen Rhetorik rechtfertigen Identitäre, dass sie aktuell mit einem Schiff im Mittelmeer versuchen Rettungsaktionen verschiedenster Hilfsorganisationen wie beispielsweise Sea-Watch oder Ärzte ohne Grenzen zu behindern und damit Menschenleben in Gefahr bringen. Glücklicherweise bis jetzt ohne größeren Erfolg.

 

Wir bedanken uns bei allen, die den Protest gegen die AfD möglich gemacht haben und da waren. Dies war nur der Auftakt. Seit dieser Woche werden nun die ersten Plakate aufgehängt. Die heiße Wahlkampfphase hat damit begonnen. Lasst uns in den nächsten Wochen noch aktiver werden! Informiert eure Freund_innen, checkt unsere Seiten, holt euch unsere Aktionsbeutel und Informationsflyer, vernetzt euch und werdet aktiv!

 

Gemeinsam gegen den Einzug der AfD in den Bundestag!

[Kurzbericht] Spontaner Protest gegen Infostand der AfD in Finkenwerder

Mit über 50 Minuten Verspätung begann die AfD am heutigen Samstag den 12. August 2017 ihren Wahlwerbestand in unmittelbarer Nähe des Finkenwerder Wochenmarkts. Bis zum verspäteten Eintreffen der AfD um kurz vor 11 Uhr waren bereits viele Flyer von Aufstehen gegen Rassismus auf dem Wochenmarkt verteilt worden. Trotz strömenden Regen bauten die zwischenzeitlich bis zu neun AfD-Anhänger_innen zwei Infostände auf und versuchten vorbeigehende Passant_innen und Wochenmarktbesucher_innen mit ihrer rechte Hetze zu belästigen. Ausgerüstet mit blauen Säcken und Flyern gelang es Aktivist_innen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg mit vielen Passant_innen und Wochenmarktbesucher_innen ins Gespräch zu kommen und vereinzelt die rassistische Hetze in Form von AfD-Wahlwerbung fachgerecht zu entsorgen. Aufgrund des anhaltenden Regens und unserer kritischen Begleitung kam die AfD nur mit wenigen Passant_innen ins Gespräch und konnte nur einige Dutzend Flyer verteilen. Die Außenwirkung dieses Wahlwerbestand blieb somit erfreulicherweise sehr gering. Bereits gegen 12 Uhr packten die AfD-Anhänger_innen ihren Infostand wieder ein und verschwanden

Noch 7 Wochen bis zur Bundestagswahl: Zeit zu handeln!

Bis zur Bundestagswahl im September sind es nur noch wenige Wochen. Nachdem wir die letzte Zeit dazu genutzt haben unsere bisherigen Aktionen auszuwerten, melden wir uns nun wieder mit neuen Ideen und großer Motivation Rassismus im Wahlkampf entgegen zu treten. Unsere vielfältigen Aktivitäten in Hamburg aber auch im gesamten Bundesgebiet als Bündnis Aufstehen gegen Rassismus haben erste Wirkungen erzielt. Die Vertreter_innen der AfD sind von dem gesellschaftlichen Gegenwind der Kampagne und anderer Initiaitven sichtlich genervt, wie verschiedenen Pressemitteilungen zu entnehmen ist. Rassismus und rechte Hetze sind weiterhin keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung und keine legitime Meinung im demokratischen Diskurs. Unsere Alternative heißt Solidarität!

 

 

 

Helft mit unsere Kampagne bekannter zu machen:

 

>>> Teilt, liked und followed unsere verschiedenen Seiten:
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>>> Unterstützt unseren Aufruf "Zeit zu handeln"

 

>>> Kommt zu unseren Stammtischkämpfer_innen-Ausbildungen und Aktiventreffen. Dort gibt es auch neue Flyer und Aktionsbeutel.

 

>>> Werdet selbst aktiv in eurem Stadtteil, eurer Schule oder wo auch immer euch Rassismus und rechte Hetze begegnen. Seid kreativ und bezieht Position! Es ist Zeit zu handeln!

 

>>> Und kommt zur Demonstration Zeit für einen Aufschrei am 9. September. Zusammen mit dem Hamburger Bündnis gegen Rechts und der Konzertgruppe5001 gehen wir gegen Rassismus und rechte Hetze auf die Straße. Dabei unterstützen uns verschiedene Bands und Künstler_innen:
- Antilopen Gang
- Fatoni
- ELJOT QUENT
- Docnest
- Hosain & Elsam 0093
- Rana Esculenta
- G31

 

 

Für alle Treffen und Veranstaltungen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg gilt:

Als Veranstalter_innen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Presseerklärung: Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD +++ Aufstehen gegen Rassismus stellt sich vor

Über 50 Organisationen und Einzelpersonen sowie die Kampagne Aufstehen gegen Rassismus (AgR) haben heute eine Erklärung vorgestellt: „Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD“

Dazu Leo Kollwitz von der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus: „Gerade jetzt im Vorfeld der Bundestagswahl ist es wichtig, klar Position gegen Rassismus und rechte Hetze zu beziehen.“ Vertreter_innen der AfD würden gezielt Vorurteile schüren und Stimmung gegen Geflüchtete machen. „Mit inszenierten Tabubrüchen sorgen AfD und Co dafür, dass extrem rechte Ideen in unserer Gesellschaft wieder salonfähig werden.“ In dem heute vorgestellten Aufruf heißt es: „Ein möglicher Einzug in den Bundestag würde der AfD nicht nur ein weiteres Forum für ihre menschenverachtenden Positionen bieten, sondern diese auch als legitime demokratische Meinung erscheinen lassen.“ Schon jetzt führe rechte Hetze zu einer Zunahme an Gewalt gegen alle, die nicht in das rechte Weltbild passen.

 

Dies will die Kampagne nicht länger hinnehmen. „Wir wollen deutlich machen: Rassismus und rechte Hetze sind keine Alternative für gesellschaftliche Veränderung und keine legitime Meinung im demokratischen Diskurs. Unsere Alternative heißt Solidarität.“ Der Slogan „Zeit zu handeln“ ist dabei durchaus ernst gemeint. Aufstehen gegen Rassismus versteht sich als Mitmach-Kampagne und möchte mit kreativen Aktionen eine breite gesellschaftlichen Bewegung gegen die AfD und gegen rechtes Denken und Handeln fördern und unterstützen.

 

„Mit unserem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen und mit offenen Treffen wollen wir Menschen ermutigen, selbst aktiv zu werden – sei es in der Kneipe, am Arbeitsplatz oder überall sonst, wo Menschen zusammenkommen“, erklärt Alex Black, die selbst durch die offenen Treffen zur Kampagne kam. Durch die sogenannte Stammtisch-Kämpfer_innen-Ausbildung können Menschen lernen, in ihrem Alltag selbstbewusst gegen rassistischen Vorurteilen zu argumentieren.

Im Rahmen des Wahlkampfes sei damit zu rechnen, dass die AfD hier in Hamburg verstärkt mit Infotischen an die Öffentlichkeit treten wird. Mittels spezieller Aktionsbeutel soll spontaner Protest möglich sein. „Neben Trillerpfeife und Kreide ist auch ein Blauer Sack dabei“, so Alex Black. „Damit können Werbematerialien der AfD fachgerecht entsorgt werden – bestenfalls im Tausch mit einem unserer Informationsflyer.“

 

Cornelia Kerth ergänzt: „Alice Weidel hat unlängst auf dem Bundesparteitag der AfD gesagt, die politische Korrektheit gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. Wir sagen dazu: Das einzige was hier auf den Müllhaufen gehört, ist die menschenverachtende Propaganda der AfD!“

 

Aufstehen gegen Rassismus Hamburg, 15. Juni 2017

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Here we are: Aufstehen gegen Rassismus Hamburg!

Im Sommer 2016 hat sich Aufstehen gegen Rassismus als ein bundesweites Bündnis aus verschiedenen Organisationen, Parteien und Verbänden gegründet. Auf Initiative des Hamburger Bündnis gegen Rechts gründete sich im Herbst 2016 Aufstehen gegen Rassismus Hamburg als lokale Kampagne gegen Rassismus und die Alternative für Deutschland (AfD).

 

Wir wollen einen Beitrag zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung gegen die AfD, rechtes Denken und die rassistischen Verhältnisse zu leisten. Wir wollen Menschen ermutigen und darin unterstützen, selbst gegen dieses menschenverachtende Denken und Handeln aktiv zu werden - sowohl am "Stammtisch“ als auch überall dort, wo Menschen zusammenkommen.

Werde auch du aktiv und mach mit!

 

Näheres zu unserer Kampagne findest du demnächst auf unserer Seite. Bis dahin gibt es noch spannende und wichtige Veranstaltungen.